eriskircher ried

Im Eriskircher Ried (Foto S. Trösch)
Im Eriskircher Ried (Foto S. Trösch)

Das Eriskircher Ried ist das größte Naturschutzgebiet am Nordufer des Bodensees. Es erstreckt sich von der Rotachmündung bei Friedrichshafen bis zur Schussenmündung bei Langenargen. Landschaftlich ist es geprägt von Feucht- und Streuwiesen, Schilfbeständen, Wasserläufen und Auwaldresten sowie einer bis zu einem Kilometer breiten Flachwasserzone. Parallel zum Ufer verläuft ein Fußweg, über den zwei Beobachtungsplattformen erreicht werden können.
Im zeitigen Frühjahr rasten hier Singschwäne vor ihrem Abflug in ihre hochnordischen Brutgebiete. Ihre melodischen Rufe sind weithin zu hören. Ebenso halten sich zu dieser Zeit zahlreiche Watvögel im Gebiet auf, wenn über den Winter größere Schlammflächen freigefallen sind. Von Ende April bis in den Mai ist in der Hartholzaue das Konzert der Nachtigallen zu hören.

Als Brutgebiet ist das Eriskircher Ried vor allem für Haubentaucher, Schnatterente, Schwarzmilan und Pirol von Bedeutung. Gelegentlich sieht man auch eilig vorbeifliegende Eisvögel.

Im Herbst werden die durchziehenden Vogeltrupps entlang des schmalen Uferstreifens besonders stark kanalisiert. So lassen sich hier an guten Zugtagen über 30.000 durchziehende Vögel verschiedener tagziehender Arten zählen.

Im Winter halten sich in der Flachwasserzone bis zu 30.000 Wasservögel auf. Vom freien Seezugang neben der Badeanstalt aus lassen sich dann Schwarzhalstaucher, Singschwäne, Pfeif-, Spieß-, Löffel-, Tafel-, Reiher-, Schell-, Berg-, Eider- und Samtenten, sowie Gänsesäger, Alpenstrandläufer, und Brachvögel gut beobachten.


KONTAKT

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