das vorarlberger rheindelta

Blick vom "Karren" Dornbirn auf das Rheindelta | 18.08.2011 | Foto Stephan Trösch
Blick vom "Karren" Dornbirn auf das Rheindelta | 18.08.2011 | Foto Stephan Trösch

Das Gebiet liegt zwischen dem Alten Rhein im Westen und der kanalisierten Dornbirner Ach im Osten. Es umfasst den Auwald am Alten Rhein, Streuwiesen, Röhrichte, Schlickflächen und Flachwasserzonen. Darüber hinaus sind intensiv genutzte Flächen (Landwirtschaft, Tourismus) und die Dämme zur Vorstreckung der Rheinmündung Teil des Naturschutzgebietes. Seit 1982 hat das Rheindelta den Status 'Feuchtgebiet internationaler Bedeutung' und es ist 'Important Bird Area' aufgrund der EU-Vogelschutzrichtlinie.

Entlang des Dammweges, der am Schilfsaum der Fußacher Bucht zum westlich gelegenen Rohrspitz führt, lassen sich im Frühling Teichrohrsänger und Rohrammern beobachten sowie ab Mitte Mai auch, mit etwas Glück, die seltenen Zwergdommeln und Drosselrohrsänger. Auf den Äckern und Riedwiesen rasten zu dieser Zeit Steinschmätzer, Braun- und Schwarzkehlchen sowie gelegentlich auch Brach- und Rotkehlpieper oder Ortolane, während verschiedene Seeschwalbenarten in der Fußacher Bucht nach Nahrung suchen.

In der Lagune zwischen der Mündung des Neuen Rheins und der Fußacher Bucht brüten seit mehreren Jahren neben Lachmöwen und Flussseeschwalben auch einige Paare der seltenen Schwarzkopfmöwe auf aufgeschütteten Kiesinseln. Ähnliche Inseln mit stattlichen Flussseeschwalbenkolonien finden sich auch im Alten Rhein. In den mehr und mehr austrocknenden Riedwiesen versuchen sich zunehmend erfolglos Kiebitz, Bekassine, Großer Brachvogel, Uferschnepfe, Braunkehlchen und Schafstelze an der Brut.

Im Herbst versammeln sich in der Fußacher Bucht riesige Entenschwärme. Zeitgleich rasten auf den freiliegenden Schlickflächen größere Ansammlungen von Watvögeln. Unter diesen befinden sich immer wieder auch Irrgäste aus Amerika und Ostsibirien.

Im Winter bietet die breite Flachwasserzone westlich des Rohrspitzes bis hin zum Wetterwinkel großen Scharen von Wasser- und Watvögeln Nahrungs- und Ruheplätze. Gut zu beobachten sind dann Schwarzhalstaucher, Singschwan, Pfeifente, Schnatterente, Krickente, Spießente, Löffelente, Kolbenente, Tafelente, Reiherente, Bergente, Eiderente, Samtente, Schellente, Zwergsäger, Mittelsäger, Gänsesäger und Großer Brachvogel.

Unter Vogelbeobachtern ist das Rheindelta unter anderem auch ein beliebtes Ziel, da sich hier besonders gerne Seltenheiten unter die üblichen Durchzügler mischen. Alljährlich werden hier fast alle europäischen Reiherarten, seltene Limikolen, Möwen und Seeschwalben,


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