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Vögel in Deutschland: Bestandssituation 2025

Wie geht es den Vögeln in Deutschland? Welche Arten nehmen zu, welche verschwinden? Der neue Bericht „Vögel in Deutschland – Bestandssituation 2025“ stellt die Bestandsveränderungen von insgesamt 304 in Deutschland brütenden und 125 rastenden Vogelarten vor. Der Bericht zeichnet das Bild einer Vogelfauna, die sich derzeit dynamisch entwickelt. So ermöglichen Schutzmaßnahmen positive Trends, der Klimawandel führt zur Ausbreitung von Arten, während im Agrarland deutliche Rückgänge insbesondere bei Grünlandarten nachgewiesen wurden.

 

Zu den über die letzten 24 Jahre am stärksten zunehmenden Arten gehören Bienenfresser, Zaunammer, Wiedehopf und Purpurreiher - Vogelarten, die ihr Brutgebiet aktuell weiter nach Norden ausdehnen und somit von dem wärmeren Klima und milderen Wintern profitieren.

Schlecht sieht es besonders im Agrarland aus: Gleich sieben Arten, die landwirtschaftliche Flächen zum Brüten nutzen, zählen zu den größten Verlierern der letzten 24 Jahre. So verzeichnen Alpenstrandläufer (-84 %), Rebhuhn (-66 %), Bundesamt für Naturschutz – Pressemitteilung vom 27.10.2025 Seite 2 Bekassine (-66 %), Kiebitz (-65 %), Wachtelkönig (-61 %), Braunkehlchen (-59 %) und Uferschnepfe (-59 %) teils drastische Rückgänge.

 

Insgesamt hat sich die Bestandssituation der heimischen, regelmäßig brütenden Vogelarten im Vergleich zum letzten Berichtszeitraum leicht verbessert: Im Zeitraum von 2010 bis 2022 nahmen 40 % der Arten im Bestand zu, während 30 % Abnahmen zeigten. Trotz der teils positiven Entwicklung bietet der Anteil abnehmender Arten Anlass zur Sorge, zumal sich die Zahl an Arten mit stabilen Beständen verringert hat.

 

 

Das Heft steht kostenlos als PDF unter www.dda-web.de/publikationen/vid zur Verfügung. Gedruckte Exemplare können gegen eine Gebühr von 11,50 € zzgl. Versandkosten über den Schriftenversand des DDA bestellt werden. Ehrenamtlich Mitarbeitende der bundesweiten Vogelmonitoringprogramme erhalten ein kostenloses Druckexemplar.