Steppenmöwe "K793" ist über 17-jährig und kein bisschen müde . . .

Steppenmöwe (Larus cachinnans) "K793" | Kreuzlingen TG, 02.01.2016
Steppenmöwe (Larus cachinnans) "K793" | Kreuzlingen TG, 02.01.2016

[03.01.2017] - Unglaubliche 17 Jahre alt ist diese Steppenmöwe mit der roten Hülse "K793". Beringt wurde sie am 20.06.1999 auf der Lakino-Insel im Snudy-See, Vitebsk Oblast, Weissrussland. Die Steppenmöwe ist seither wiederholt am Bodensee nachgewiesen worden, meistens im Hafengebiet von Kreuzlingen. Dass sowohl die farbige Hülse als auch der Aluring noch intakt sind und die Möwe nicht verletzt haben grenzt an ein Wunder - neben dem Alter des Vogels und seiner Ortstreue. - (ST)

Noch merklicher Vogelzug im Eriskircher Ried

[29.11.2016] Matthias Hemprich und Gerhard Knötzsch führten am 26.11.2016 Zugplanbeobachtungen durch: „So langsam läuft im Eriskircher Ried der spürbare Herbstzug aus, heute zogen innerhalb von 4,5 h nur noch ca. 1000 Individuen uferlängs nach Nordwesten.
Auffallend ist der immer noch andauernde Durchzug vom Erlenzeisig mit ca. 500 Individuen, vom Gimpel mit 20 Ind. und 54 Fichtenkreuzschnäbel, die heute alle nach Südosten durchzogen sowie noch einzelne späte Heidelerchen.
Die letzten diesjährigen Zähl-Kontrollen erfolgen dann am kommenden Wochenende, Schneefluchten werden separat erfasst.
Mit dem Zuzug von Großmöwen seit der letzten Woche häufen sich jetzt auch die Zahlen der Steppenmöwe mit heute 16 Ind., außerdem erstaunlich, dass alle 60 Mittelmeermöwen adulte Vögel waren. Darunter ein dunkelköpfiges adultes Individuum.“

 

 

Erneuter Ausbruch der Geflügelpest

[10.11.2016] In den letzten Tagen wurde in Polen, Ungarn, der Schweiz, Österreich (Bodensee) und Deutschland (Bodensee, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern) bei verendeten Wildvögeln – am Bodensee hauptsächlich Reiherenten – der Geflügelpesterreger vom Typus H5N8 nachgewiesen.
Wolfgang Fiedler und Hans-Günther Bauer von der Vogelwarte Radolfzell, Max-Planck-Institut für Ornithologie informieren hierzu:
„Inzwischen ist bestätigt, dass wir einen massiven Ausbruch von hoch pathogenem Geflügelpestvirus H5N8 am gesamten Bodensee haben.
Dieses Virus ist nach gegenwärtigem Kenntnisstand für die menschliche Gesundheit nicht gefährlich, für verschiedene Vogelarten und Nutzgeflügel dagegen aber, wie man sieht, schon.
Daher drei Bitten seitens der OAB:
1) Bitte keine Vogelkadaver einsammeln (außer nach entsprechender Bitte und Einweisung durch die Veterinärbehörden) und diese Vögel auch nicht berühren.
Es besteht sonst ein gewisses Risiko, dass wir selber zur Verschleppung der Viren beitragen.
2) Wer sich im Rahmen der WVZ oder für andere Beobachtungen direkt am Seeufer aufhält, sollte anschließend möglichst gründlich die Schuhe säubern und in jedem Falle mit diesen Schuhen nicht
in Geflügelhaltungen gehen, um auch hierüber nicht unbeabsichtigt Viren zu verschleppen.
3) Da das Ausbruchsgeschehen durchaus Unterschiede zu 2006 aufweist, wäre es überaus wichtig und interessant, die Sichtungen toter Vögel zu notieren,
besonders natürlich im Rahmen der Wasservogelzählung am kommenden Wochenende.
"Kranke" Vögel sind problematisch zu erfassen und oft wohl auch gar nicht erkennbar (am ehesten noch, wenn sie sich am Ufer aufhalten).
Tote oder so gut wie tote Vögel fallen dagegen meist auf und wo sie auffallen, sollten Art, Anzahl, (Geschlecht, wo unterscheidbar), Ort sowie Datum / Uhrzeit notiert werden.
Diese Daten vom gesamten See bitte einfach formlos per E-Mail an Hans-Günther Bauer oder Wolfgang Fiedler (bauer@orn.mpg,de, fiedler@orn.mpg.de) senden -
und die zuständigen Behörden von Vögeln unterrichten, die sie einsammeln sollen.
Vielen Dank!
Wolfgang Fiedler, Hans-Günther Bauer“

 

Günther Bauer hat folgende Kontaktstellen für die Meldungen von tot aufgefundenen, möglicherweise infizierten Vögeln recherchiert:

 

Landratsamt FN: Dr. Günter Hermann [+49] (07541 2045162), Bereitschaft 0159 04204269

 

Landratsamt KN: Rettungsleitstelle Radolfzell [+49] 07732 9460121 (Endnummern 2, 3, 4 auch möglich)

 

Landratsamt LI: Veterinäramt (umgel.) [+49] 083 82270502

 

Vorarlberg: noch unklar, am besten Walter Niederer (Rheindeltahaus) informieren

 

Kanton SG: Wildhüter, Kantonspolizei --> Mirko Calderara [+41] 058 2290051

 

Kanton TG: Kantonale Notrufzentrale [+41] 117 oder 112

 

Kanton SH: Peter Uehlinger [+41] 052 6327101

 

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