Radolfzeller Aachried und Aachmündung

Das Radolfzeller Aachried erstreckt sich mit seinen 276 ha zwischen Radolfzell, Bohlingen und Moos. Durch den mosaikartigen Aufbau aus Streuwiesen, Baumbeständen und Schilfgürteln bietet das Naturschutzgebiet zahlreichen Tier- und Pflanzenarten ein Zuhause. Darunter finden sich auch einige stark gefährdete und vom Aussterben bedrohte Arten.

Radolfzeller Aachmündung - S. Trösch
Radolfzeller Aachmündung - S. Trösch

Besonderheiten

Die feuchten Äcker im Umfeld des Aachrieds dienen Kiebitz und Feldlerche als Brutplatz. In den Schilfbereichen und angrenzenden Gehölzen lassen sich Rohrweihen, Wendehals, Grau- und Kleinspecht, Schwarzkehlchen und Neuntöter zur Brutzeit beobachten. In den kälteren Monaten kann man im Ried Kornweihen auf Nahrungssuche oder auch Raubwürger auf ihren Ansitzwarten entdecken.

Die Radolfzeller Aachmündung liegt im westlichen Teil des Naturschutzgebietes und ist durch die Radolfzeller Straße vom restlichen Ried getrennt. Sie umfasst 68,5 ha, von denen ein großer Teil geschützte Flachwasserzone ist. Besonders dort lassen sich das ganze Jahr über viele verschiedene Wasservogelarten beobachten.

Während der Brutzeit dienen die überschwemmten Schilfbereiche verschiedenen Wasservögeln, wie Schnatterenten, Kolbenenten, Zwergtaucher und Haubentaucher, aber auch anderen Schilfbewohnern, wie Rohrweihen und Rohrsängern, als Brutplatz. Im Bereich der Flachwasserzone halten sich im Winter bis zu 10.000 Wasservögel auf, darunter größtenteils Reiher-, Kolben- und Tafelenten. Aber auch Moorenten, Bergenten, Knäkenten, Singschwäne und Schwarzhalstaucher kann man hier vereinzelt beobachten. Zur Zugzeit locken die trockenfallenden Schlickflächen zahlreiche Limikolen wie Brachvögel, Alpenstrandläufer, Rot- und Grünschenkel an.

Außerdem werden die Schilfbereiche des Aachrieds und der Aachmündung entlang der Radolfzeller Straße von Staren und Bergpiepern als Schlafplatz genutzt. Zur Hochzeit im September und Oktober lassen sich dort mehrere tausend Stare in der Pappelallee entlang der Radolfzeller Straße beobachten.

Beobachtungspunkte & Anfahrt

Hafen Moos:

Vom Hafensteg Moos hat man den perfekten Ausblick auf die Aachmündung und die Flachwasserzone. Hier lassen sich mit etwas Glück im Spätherbst und Winter auch mal seltenere Wasservögel, wie Zwergsäger oder Samtenten blicken.

 

Aussichtsplattform Moos:

Die Plattform liegt südlich vom Hafen beim Parkplatz „Strandbad Moos“. Von dort aus hat man ebenfalls einen sehr guten Überblick über die Radolfzeller Aachmündung und ihre Flachwasserzone. Mit Fernglas und Spektiv kann man auch von hier Moorenten und Schwarzhalstaucher beobachten.

Letzte Beobachtungen

Vögel Beobachtungen aus ornitho.de